
Örebro
Örebro Örebro län SE
Örebro - Schuh- und Schlossstadt
Die siebtgrößte Stadt Schwedens (126.000 Einwohner) liegt am westlichen Ufer des Sees Hjälmaren. Früher war Örebro als „Schuhstadt“ bekannt, da sich hier v.a. zu Beginn des 20. Jh. mehrere Schuhfabriken niedergelassen hatten, die es heutzutage aber nicht mehr gibt. Die Zeiten überstanden hat hingegen das Schloss in Örebro, das prächtig auf einer kleinen Insel im Fluss Svartån in der Stadtmitte liegt und das Wahrzeichen der Stadt ist.
Bereits im 14. Jahrhundert wurde es erreichtet, damals aber noch als trutzige Verteidigungsburg. Die Aufgabe der Burg: die Brücke über den Svartån, die Örebron, von der die Stadt ihren Namen hat, zu schützen. Örebro lag (und liegt immer noch) für den Handel sehr zentral: Die Straße von Stockholm nach Oslo geht hier vorbei, wenn man Richtung Göteborg will, kann man ebenfalls über Örebro fahren. In früheren Zeiten war aber vor allem entscheidend, dass man über Örebro Zugang zu Bergslagen, der alten Bergbauregion Schwedens, die sich nördlich von Örebro befindet, hatte. Über die Brücke führten also gleich mehrere wichtige Handelswege; klar, dass die Könige versuchten, diese Brücke und die darum entstehende Siedlung zu schützen.
Die Burg wurde unter Karl IX. zu einem Renaissance-Schloss ausgebaut, das heutige Aussehen erhielt es allerdings erst Ende des 19. Jahrhunderts. Mehr zum Örebro slott hier.
Wadköping, Karlslund und ein Pilz
Örebro war im Mittelelter eine wichtige Stadt. Auch auch noch später war sie bedeutend: So fand im Jahr 1810 der Reichstag in Örebro statt, auf dem Jean Baptiste Bernadotte zum Thronfolger gewählt wurde. Die heutige Königsfamilie führt sich auf ihn zurück.
Wie Örebro früher aussah, davon kannst du einen Einblick erhalten im Freilichtmuseum Wadköping, das ein wenig als die Antwort Örebros auf den Stockholmer Skansen gilt. Freilich ist Wadköping viel kleiner als der Skansen, sehenswert aber allemal. Du erreichst das Museum, das ganzjährig geöffnet und gratis ist, wenn du vom Schloss aus am Svartån Richtung Osten läufst und den Stadtpark durchquerst.
Mehr zu Wadköping hier.
Das Schloss ist das Wahrzeichen der Stadt, aber es hat Konkurrenz bekommen - und zwar schon seit 1958, als der pilzförmige Wasserturm, der passenderweise „Svampen“ („Der Pilz“) heißt, eingeweiht wurde. Von hier oben hast du eine hervorragende Aussicht über die Stadt und die Umgebung.
Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel in Örebro ist das Kulturreservat Karlslunds herrgård med trädgård. In dieser richtig schönen Anlage, durch die sich der Svartån schlängelt, kann man herrlich spazieren gehen. Es ist auch ein guter Startpunkt für eine Radtour um den See Tysslingen herum.