
Stenshuvuds Nationalpark
SE Skåne län
Ein bisschen Exotik in Skåne
Manchmal wird gesagt, die Strände in Österlen und vor allem hier im Stenshuvuds Nationalpark hätten exotischen Charakter, erinnerten an Thailand. Nun mag das etwas übertrieben sein, aber dennoch: Die Strände hier sind traumhaft schön anzusehen und mit dem Wald, der sich schutzbietend und grün über den weiten, weißen Strand beugt, haben sie etwas, das zumindest entfernt an Karibik, Thailand oder Südsee erinnert. Sanfte Wellen spülen an den Strand. Ein Ort, an dem es sich aushalten lässt.
Auch kann man hier gut baden. Spätestens hier wird aber jeder spüren, dass die Ähnlichkeiten mit exotischen Stränden nur vage sind. Die Ostsee ist, wie sie ist: meistens kalt.
Den Namen hat der Nationalpark vom Berg (oder Hügel) Stenshuvud. Der „Steinskopf“ erhebt sich südlich von Kivik und 96 Meter über die nahe Küste, sodass er einen hervorragenden Aussichtspunkt über den Nationalpark und die Küste abgibt. Oben ist er steinig, daher der Name. Auch soll er Heimat des Riesen Sten sein, der hier haust. Oben auf dem Gipfel sind Reste einer frühzeitlichen Burg zu erkennen, der Ort war also schon vor vielen Jahrhunderten ein wichtiger.
Die Wälder, die den Berg umgeben, sind schön und laden zu Wanderungen ein. Es geht durch Buchenwälder, immer wieder öffnet sich der Blick aufs Meer, Rastmöglichkeiten entweder unten am Strand oder oben auf dem Berg gibt es viele.
1986 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt, weil Flora und Fauna hier so vielfältig sind. Und vielleicht auch ein bisschen, weil es hier ein wenig exotischer aussieht als anderswo in Schweden. Zumindest ein bisschen.
Zugänge und Wanderempfehlung:
Zugänge gibt es mehrere, beispielsweise von Rörums Strand im Süden oder von Norden aus. Der zentrale Eingang – hier gibt es auch die besten Parkmöglichkeiten – ist aber in der Mitte bei Svabesholm. Hier beim Naturum beginnen auch fast alle Wanderwege. Empfehlenswert ist die etwa 4 Kilometer lange Hällevikslingan. Sie führt zunächst hinunter zum Meer, dann an Stränden vorbei zum nördlichen Eingang, ehe sie hinter dem Stenshuvud wieder zurück zum Haupteingang führt. Ein Abstecher auf den Berg sollte eingeplant werden. Die Aussicht lohnt einfach.