Arvika

Arvika Värmlands län SE

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Hafenstadt mitten in Värmland

Mitten in Värmland erwartet man viel Wald und viele Seen. Und genau das findet man in Arvika mit seinen etwa 15.000 Einwohnern auch. Dass Arvika aber auch eine bedeutende Hafenstadt ist bzw. besser war, das erschließt sich nicht sofort. Schließlich ist man hier weit entfernt vom mehr. Arvika ist sogar die Hafenstadt in Schweden, die am weitesten vom Meer entfernt liegt.

Als der Säffle Kanal 1837 fertiggebaut wurde, hatte Arvika über den See Glafsfjorden und den Vänern eine Verbindung zum Meer. Ab diesem Zeitpunkt blühte der zuvor sehr kleine Ort auf. Als dann 1871 auch noch die Eisenbahn hinzukam, begann die Blütezeit Arvikas, das für die Holz-, aber auch für die Stahlindustrie sehr wichtig wurde. In den 1970ern ging es dann aber bergab mit diesen Industrien, was Arvika stark beutelte.

Heute ist die Industrie kein allzu großer Faktor mehr in Arvika. Man lebt dafür gut von all den Norwegern, die über die nahe Grenze kommen und hier ihre Einkäufe erledigen. Und Arvika hat sich zu einem touristischen Ort entwickelt. Das Städtchen liegt malerisch am Glafsfjorden. Das Umland bietet nahezu unendliche Möglichkeiten zum Wandern und zum Kanufahren. Die Gegend gilt als eine der seen- und wasserreichsten in ganz Schweden.

Die Natur ist das, was Arvika ausmacht. Klassische Sehenswürdigkeiten gibt es hingegen nicht allzu viele: Das Fahrzeugmuseum ist interessant und alle Autobegeisterten werden hier auf einige spannende Oldtimer stoßen. Schön ist auch der Hembygdsgården Sågudden, wo das Café Carli im Sommer zu Kaffee und sehr leckerem Gebäck einlädt.

 

Wandern auf dem Silent Trail

Ein Highlight – und zwar ein ganz stilles – ist der Silent Trail, der Stömneleden, ein 17 Kilometer langer Wanderweg durch zwei Naturreservate etwa 30 Kilometer südlich von Arvika durch Wälder und immer wieder vorbei an einsamen Seen. Hier kann man erfahren, was heutzutage mancherorts zu einer Seltenheit geworden ist: Stille.