
Fjärås Bräcka
69 Stenaliden Fjärås
Eiszeit und Eisenzeit in Fjärås Bräcka
Man liest es ja oft, dass Schweden (oder allgemein der Norden) stark von der letzten Eiszeit und den massiven Gletschern, die das Land unter sich verbargen, geprägt ist. Die vielen rundgeschliffenen Felsen sind Zeuge davon, die unzähligen Felsbrocken in Småland und anderswo. Ein Ort, an dem besonders deutlich wird, wie die Eiszeit die schwedische Landschaft formte, ist Fjärås Bräcka in der Nähe von Kungsbacka.
Kommt man von der E6, dann erhebt sich plötzlich das gleichnamige Naturreservat 60 Meter hoch vor dem Besucher. Es ist eine Endmoräne aus der Eiszeit. Vor 12.000 Jahren lag sie noch unter Wasser, doch als sich die Gletscher zurückzogen und das enorme Gewicht geringer wurde, hob sich das Land. Auch wenn schon längst kein Gletscher mehr weit und breit ist, die Moräne ist noch deutlich zu sehen. Sie staut den dahinterliegenden See Lygnern.
Oben auf der Moräne befindet sich ein Naturum mit Ausstellung und Café, in dem man sich über diese faszinierende Landschaft informieren kann. Und von hier oben bietet sich ein traumhafter Ausblick. Im Westen schimmert das Meer, im Osten erstreckt sich der lange, tiefblaue See. Durch das Naturreservat führen mehrere schöne Wanderwege.
Aber nicht nur die Eiszeit prägte diesen Ort, auch die Eisenzeit. Etwas unterhalb des Naturum kann man viele errichtete Steinplatten erkennen. Es sind Grabmäler aus der Eisenzeit - das Li Gräberfeld, Schwedens größtes Gräberfeld aus der Eisenzeit. Über hundert solcher Steine stehen hier als stumme Zeugen einer längst vergangenen Zeit herum.
Fjärås Bräcka ist ein schönes, spannendes Fleckchen Erde. Ein Ausflug hierhin lohnt sich, wenn man ohnehin in der Nähe ist, etwa auf der Durchfahrt auf der E6 oder in Göteborg.
Öffnungszeiten:
Das Naturum ist ganzjährig geöffnet, in der Nebensaison aber oft nur am Wochenende. Die genauen Zeiten findest du auf der Webseite. Das Café Bräckan, in dem das meiste selbst gebacken wird, hat normalerweise die gleichen Öffnungszeiten wie das Naturum.