
Brännö
Brännö Brännö Västra Götalands län
Brännö - die vielleicht schönste Schäre vor Göteborg
Die Schären vor Göteborg schenken sich nichts an Schönheit und Idylle. Brännö sticht aber dennoch ein wenig unter den vielen wunderschönen Inseln heraus. Denn hier trifft Schärentourismus auf Schärengeschichte – und zudem wird an Midsommar hier besonders schön gefeiert.
Brännö ist wie die gesamten südlichen Göteborger Schären autofrei. Allein dadurch ist hier alles etwas ruhiger, langsamer, beschaulicher. Mit der Passagierfähre geht es von Saltholmen hinüber auf die Insel, die zu den bekanntesten Schären Schwedens gehört. Das hat mit dem Liedermacher Lasse Dahlqvist zu tun, der als Kind viele Sommer auf Brännö verbrachte und im Jahr 1941 den Walzer „De‘ ä‘ dans på Brännö brygga“ herausbrachte. Der Tanz auf dem Anlegesteg Brännö Husvik ist seitdem landesweit bekannt und populär. Meistens donnerstags, manchmal auch samstags wird hier bis heute zum Tanz aufgespielt, während die Sonne allmählich überm Meer untergeht. Wer etwas ganz besonders typisch Schwedisches erleben will, der geht hier einmal hin.
Tickets für den öffentlichen Nahverkehr und die Schärenboote gibt’s hier bei Västtrafik.
Dahlqvists Opa war übrigens Lotse. Und die Lotsen haben ihre Spuren auf der Insel hinterlassen. Zum einen gibt es am höchsten Punkt der Insel den Lotsenaussichtspunkt mit einem kleinen Lotsenhüttchen und einem traumhaften Blick über die Welt der Schären. Zum anderen haben die Lotsen sich hier ansehnliche Häuser hinstellen lassen, von denen einige noch stehen. Spaziere einfach durch den Husviksvägen, dann kommst du an einigen vorbei.
Das macht Brännö aus: Hier stehen nicht nur schicke Ferienhäuser, sondern der Ort mit seinen nicht mal 1000 Einwohnern ist ein lebendiger Ort, in dem viele das ganze Jahr über wohnen. Auch ein wenig Landwirtschaft wird bis heute betrieben.
Neben dem Spaziergang zum Lotsenaussichtspunkt lohnt es sich daher, einfach ein wenig durch die schmalen Gassen zu schlendern und so das Schärenmilieu in sich aufzunehmen. Dabei kommst du vielleicht auch beim Brännö Museum vorbei, das nicht überwältigend ist, aber dennoch lohnenswert. Es bietet Einblicke in die Schärenwelt von früher. Schön ist zudem eine Wanderung nach Galterö, die Nachbarinsel, die mit einer kleinen Brücke mit Brännö verbunden ist. Hier im Naturschutzgebiet wandert man zwischen den rundgeschliffenen Felsen umher, kann sich den Wind um die Ohren wehen lassen und die großen Schiffe bei ihrer Einfahrt nach Göteborg beobachten.
Die große Midsommar-Feier auf Brännö findet übrigens nicht auf der Brygga statt, sondern auf dem Fußballplatz. Da ist einfach mehr Platz für die Midsommarstången und den Tanz.