Ystad

Ystad Skåne län SE


Ystad - eine Perle an der Ostsee und mehr als nur Wallander

Ystad – eine kleine, meist menschenleere Stadt am grauen Meer, die Sonne scheint selten und Morde sind an der Tagesordnung. Wer Ystad nur aus den Kurt Wallander-Krimis kennt, wird die Stadt nicht wiedererkennen, wenn er sie im Frühling oder Sommer besucht: Ystad ist urgemütlich, lebendig und lädt an vielen Stränden zum Baden im nicht immer grauen Meer ein.

Vielleicht ist es ja gerade dieser Kontrast, der auf die vielen Millionen Leserinnen und Leser der Kurt Wallander-Krimis einen so großen Reiz ausübt. Da ist eine kleine Stadt mit hübschen Fachwerkhäusern, herrlichen Rosen an den Hauswänden und gemütlichen Kopfsteinpflasterstraßen. Und unter der Oberfläche dieser Kleinstadtidylle ist das Böse verborgen. Allein in diesem Kontrast liegt viel Spannung.

Ystad erlangte durch Henning Mankell beziehungsweise dessen Kommissar Kurt Wallander internationale Bekanntheit. Beim Spaziergang durch Ystad werden immer wieder Erinnerungen an die Mankell-Bücher und die Verfilmungen wach. In der Lingsgatan gleich neben dem Touristenbüro kannst du zum Beispiel in Fridolfs Konditori eine Fika-Pause einlegen – ganz so, wie es Wallander auch so oft macht. Oder du gehst wie Wallander im Hotel Continental du Sud gut essen. Selbst Wallanders Wohnung in der Mariagatan etwas außerhalb der Innenstadt kannst du – zumindest von außen – besichtigen.
Wenn du diese und noch mehr Orte aus den Büchern und Filmen aufsuchen möchtest, hole dir am besten im Visitor Center die Wallander-Broschüre. Hier sind alle Orte verzeichnet, sodass du sie leicht finden kannst.

Für Wallander-Fans ebenfalls ein Muss sind die Ystad Studios, wo ein Teil der Filme eingespielt wurde und heute einige Kulissen bewundert werden können. Außerdem kannst du hier auch selbst kreativ werden und zum Beispiel einen Trickfilm produzieren oder dich als Geräuschemacher erproben. 

Wallander prägt Ystad. Aber die Stadt nur auf eine Romanfigur zu reduzieren, würde ihr absolut nicht gerecht werden.

Lebensfrohe Stadt am Meer

Vor allem im Frühjahr und Sommer ist Ystad eine bunte und lebensfrohe Hafenstadt. Die zahllosen Strände laden zum Baden oder im Herbst zum Spaziergehen ein. Ich finde sie dann besonders reizvoll, weil sie oft menschenleer sind.

Lebensfreude pur spürt man auch während des alljährlichen Jazz Festivals, das immer Ende Juli / Anfang August stattfindet. An unterschiedlichen Orten jamt und feiert dann die Stadt.

Historische Altstadt

In der schönen Altstadt gibt es nicht die eine Sehenswürdigkeit, die man unbedingt gesehen haben muss. Vielmehr lohnt es sich, sich einfach durch die vielen kleinen Gassen und Sträßchen treiben zu lassen. Sie machen Ystad zu einer Perle. Teilweise sind die Häuser entlang der Gassen ganz geduckt und niedrig, dann wieder erheben sich stolze Fachwerkhäuser, die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen, das älteste am Pilgränd (entsprechend: das Pilgrändshuset) sogar schon aus dem Jahr 1480. Stockrosen wachsen an den Hauswänden in die Höhe, die meisten Gassen tragen Kopfsteinpflaster. Und immer wieder taucht ein neues kleines Highlight auf, zum Beispiel das Änglahuset oder das Brahehuset.
Fachwerkhaus in Ystad
Eines von vielen Fachwerkhäusern in Ystad

Im Jahr 1303 erhielt Ystad das Marktrecht. Damals stand bereits das Kloster, das 1267 von Franziskanermönchen gegründet wurde. Zwar wurden im Zuge der Reformation einige Flügel des Klosters eingerissen. Aber ein Flügel ist noch heute zu sehen (dort ist heute das Stadtmuseum untergebracht). Und Rosen umranken die Ruinen der abgerissenen Teile.

Kloster in Ystad
Das ehemalige Kloster

Nicht nur, aber vor allem weil Ystad seinen mittelalterlichen Kern so schön bewahren konnte, ist für uns die Stadt eine der schönsten in Schweden.